Ausbildung: Retten und Selbstretten

geschrieben von  Manuel Unruh

Retten und Selbstretten hieß das Ausbildungsthema unseres letzten Dienstabends. An diesem Tag stand im Vordergrund, wie beispielhaft Menschen in Not risikofrei aus einem Hochgeschoss gerettet werden können. Allerdings auch die Rettung der eigenen Person in Gefahrensituation, sollte deutlich aufgezeigt werden.

 

Auf dem Hof der Berufsfeuerwehr in Lebenstedt begann der Einstieg in das Thema mit einem Workshop, der die grundlegenden und wichtigsten Knoten der Feuerwehr veranschaulichte. Diese Knoten dienen typisch im Einsatzfall, hilflose Personen beim Leiterabstieg zu sichern. Darüber hinaus können sichere Seilverbindungen zwischen einem festen Objekt des Hauses geschaffen werden, um sich aus einem Fenster, eines höheren Stockwerkes abzuseilen.

 

Nach Absolvierung des ersten Workshops wurde an einer zweiten Station das ordnungsgemäße Abseilen und Retten aus schwer erreichbaren Höhen gelehrt und auch ausprobiert.

Der Rückweg abgeschnitten, der Balkon in 8m Höhe und zur Verfügung nur die Ausrüstung eines Feuerwehrmitglieds im Einsatz. Unter diesen Bedingungen galt es nun sich selber vor dem fiktiven Feuer im Rücken zu retten. Mit Hilfe der zuvor gelernten Knoten konnte sich jedes Feuerwehrmitglied selbstständig sichern und gewissenhaft durch Abseilen aus dieser Höhe befreien. Um jedoch die Gefahr eines Absturzes bei dieser Übung zu reduzieren, trug jedes Mitglied noch einen extra Höhenrettungsgurt, der mit einem zweiten Rettungsseil gekoppelt war.

 

Zusammenfassend blieb für einige das ungute Gefühl der Höhe und der fehlende Bodenkontakt zu den Füßen. Allerdings ist dieser Ausstieg aus dem Fenster oder dem Balkon manchmal der letzte Ausweg, um den Flammen zu entkommen. 

Anlegen des Höhenrettungsgurtes Anlegen des Höhenrettungsgurtes
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