Feuerwehr Salzgitter übt im Verband

geschrieben von  Dario Römer

Am vergangenen Wochenende fand eine Großübung der Feuerwehr Salzgitter im Harz statt, an dem die Feuerwehr Thiede mit dem Fachzug Wasserförderung Nord teilnahm.

"20 oder 25 Jahre muss das letzte Mal her sein"; einige ältere Kameraden konnten sich noch an die letzte Übung dieser Art erinnern. Für die meisten unserer Mitglieder war solch eine Bereitschaftsübung etwas völlig unbekanntes.

Nachdem im vergangenen Jahr die Stadtfeuerwehrbereitschaft der Feuerwehr Salzgitter zur Bekämpfung des Elbe-Hochwassers nach Magdeburg gerufen wurde, wurde der Ruf nach einer Übung innerhalb dieser Bereitschaft lauter. Da viele Ortsfeuerwehren aus dem gesamten Stadtgebiet zusammen einen Zug und alle gemeinsam einen Verband bildeten, mussten Kameraden zusammenarbeiten, die auf Einsatzebene sonst nur sehr selten miteinander zu tun haben. Besonders für die Führungskräfte war dies eine große Herausforderung. Es sollte außerdem die Einsatzfähigkeit in unbekanntem Gelände, die Verständigung über die neue Digitalfunktechnik, die Fahrt in der Kolonne und das Vorgehen der Führungskräfte im selbstständigen Einsatz(also ohne Führungspersonal der Berufsfeuerwehr) geübt werden.

Vor einigen Monaten entschied sich die Übungsleitung dann für Clausthal-Zellerfeld im Harz. In Zusammenarbeit mit der dortigen Freiwilligen Feuerwehr ( http://www.feuerwehr-clz.de/ ) wurden verschiedene Szenarien ausgearbeitet, die unsere Bereitschaft vor Ort erwarten sollte.

Am Morgen des 18. Oktober versammelten sich dann die eingeteilten Ortsfeuerwehren mit ihren Fahrzeugen auf der Hauptfeuerwache in SZ-Lebenstedt.  Neben unserer Ortsfeuerwehr, die mit dem Fachzug Wasserförderung Nord und einem Fahrzeug aus der Ortswehr Flachstöckheim den 1. Zug bildete, dessen Hauptaufgabe die Wasserförderung über lange Wegstrecke ist, waren außerdem ein Fachzug für die Brandbekämpfung, ein Fachzug für die Technische Hilfe und ein Fachzug für logistische Aufgaben beteiligt. Zudem gab es eine Führungs- und Kommunikationsgruppe, mehrere Rettungsdienstfahrzeuge und 2 Krad(Motorrad)-Melder der Juhanniter-Unfall-Hilfe.

Gegen 9:00 Uhr setzte sich die Bereitschaft dann in Richtung Harz in Bewegung. Für Passanten ein ungewohntes, aber sicher auch beeindruckendes Bild, da alle Fahrzeuge die Zugehörigkeit zur Kolonne mit Blaulicht kennzeichneten.

Der Bereitstellungsraum für unseren Verband war eine Schule in Clausthal. Dort richtete der Fachzug Logistik zunächst eine provisorische Unterkunft und Verpflegungsstation ein.

Am Vormittag fanden dann die ersten Übungsszenarien statt. Neben einer Waldbrandübung und einer Vekehrsunfallübung für die anderen Züge, lautete das Einsatzstichwort für unseren Zug: "Gebäudebrand in einer Schule, Menschenleben in Gefahr, 4 vermisste Personen".

Vor Ort wurden wir sehr schnell tätig. Die ersten Trupps unter schwerem Atemschutz konnten schon nach kurzer Zeit das Gebäude nach den Vermissten durchsuchen. Weitere PA-Trupps unserer Ortswehr retteten dann drei Personen aus dem verqualmten Gebäude.

Nachdem die Übung beendet wurde, gab es noch eine Nachbesprechung der Führungskräfte mit den Übungs-Beobachtern.

Zurück im Bereitstellungsraum wurde dann ein gemeinsames Mittagessen vom Fachzug Logistik bereitgestellt.

Der zweite Teil des Tages sollte aus einer gemeinsamen Übung aller vier Züge bestehen. Mit dem Einsatzstichwort "Brand nach Explosion in einem ehemaligen Schachtgebäude, Personen noch vermisst" rückte zunächst der Zug für die Brandbekämpfung aus und führte die ersten Maßnahmen durch. Als deren Kräfte nicht ausreichten, wurde zur Unterstützung zusätzlich der Fachzug für die Technische Hilfe eingebunden.

Durch die schwierige Lage des Ottiliae-Schachtes in Clausthal-Zellerfeld, gab es auch Probleme mit der Wasserversorgung. Daher wurde im weiteren Verlauf auch unser Zug gefordert. Über die Vorbaupumpe unseres LF 16 TS förderten wir aus einem See Löschwasser mehrere Höhenmeter nach oben und dann ca. 1000 Meter weit zur Einsatzstelle. Dabei kam auch unser GW-Logistik Schlauch zum Einsatz, der sich wieder mal bewährte. Mit mehreren Verstärkerpumpen wurden die Druckverluste durch Leitungslänge und Höhenunterschiede ausgeglichen.

Den Abschluss des Tages bildete eine kurze Nachbesprechung auf der Feuerwache der Feuerwehr Clausthal-Zellerfeld. Im Anschluss daran verlegte die Stadtfeuerwehrbereitschaft Salzgitter in der Kolonne wieder zurück ins Stadtgebiet. Auf der Hauptfeuerwache wurden dann noch Schläuche und Gerätschaften aufgefüllt sowie die Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht.

Für alle brachte dieser Tag wichtige Erkenntnisse für Ausbildung und Einsätze, die es jetzt umzusetzen gilt. Eventuell dann bei der nächsten Bereitschaftsübung oder beim nächsten realen Einsatz.

 

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