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Kellerbrand im Hochhaus - 6 Personen mit Rauchgasintox ins Krankenhaus Besonderer Einsatz

geschrieben von  Manuel Unruh

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag melden Anwohner eines großen Mehrfamilienhauses am Brotweg eine starke Rauchentwicklung im 3. Obergeschoss. Ebenfalls schrillten erste Rauchwarnmelder in der Etage. Dem zur Folge wurde gegen kurz nach 3 Uhr die Feuerwehr mit Einheiten aus Thiede und den beiden Wachen der Berufsfeuerwehr alarmiert.

 

Bereits auf der Anfahrt zum Brotweg bestätigte sich die gemeldete Einsatzlage durch mehrfache Anrufe der Anwohner, die auch in anderen Etagen des Gebäudes von Rauchwarnmeldern geweckt wurden. Erste Anwohner haben bereits bei der Ankunft das 8-Stöckige Gebäude verlassen und gaben dem Einsatzleiter erste Hinweise. Es stellte sich heraus, dass im Kellergeschoss ein Müllcontainer des hausinternen Müllschachtsystems Feuer gefangen hat.

 

Sofort bereitete ein Trupp unter Atemschutz die Brandbekämpfung vor und führte diese zielstrebig im Kellergeschoss durch. Die Gefahr vom Brandherd konnte schnell und effizient gebannt werden. Ein weitaus größeres Problem stellte die starke Verrauchung der gesamten 8 Stockwerke dar. Viele Personen befanden sich noch in ihren Wohnungen, einige versuchten die Flucht über das Treppenhaus oder den Fahrstuhl. Somit musste zeitgleich zur Brandbekämpfung die Evakuierung der gefährdeten Personen durchgeführt werden. Dazu wurden weitere 2 Trupps unter Atemschutz eingesetzt, um umherlaufende Personen aus dem Gefahrenbereich zu retten, Ventilationsmaßnahmen durchzuführen und abschließend alle Wohnungen auf deren Rauchbelastung zu untersuchen.

Während des Einsatzverlaufes wurden die Anwohner vor dem Gebäude betreut und auf einzelne Fahrzeuge aufgeteilt, um den unerquicklichen Aufenthalt angenehmer zu gestalten. Während dessen untersuchten der Rettungsdienst und die Notärzte 17 Personen, die unter Verdacht einer Rauchgasintoxikation standen. Davon wurden 6 Personen vorsorglich mit Rettungswagen in die umliegenden Krankenhäuser gebracht.

 

Nachdem die Treppenräume und einzelne Wohnungen Belüftet und von Brandgasen befreit wurden, konnten die Anwohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren und die Feuerwehr den Einsatz beenden. Anzumerken bleibt, dass wenn sämtliche Rauchschutztüren als vorsorgliche Brandschutzmaßnahme ihrem regulären Zweck nachgekommen wären, Personenschäden bei diesem eher kleinem Schadensfeuer sicherlich auszuschließen gewesen wären. Dazu zählt insbesondere, dass gekennzeichnete Rauchschutztüren niemals zugestellt oder gar verkeilt werden sollen.

Einsatzdetails

  • Datum: Donnerstag, 31 März 2016
  • Uhrzeit: 03:02
  • Dauer: 2:30
  • Einsatzstärke: 21
  • Einsatzart: Brandeinsatz
  • Fahrzeuge: MTW, LF 10, TLF

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