Vermisste Person nach Fahradsturz

geschrieben von  Martin Hering1

„Personensuche im Waldstück am Thieder Lindenberg“ lautete das Einsatzstichwort am Freitagabend.
Der genaue Einsatzort war nicht bekannt. So wurde zunächst über den Lindenbergweg angefahren. Dort sammelten sich die Thieder Einsatzkräfte und gingen, ausgerüstet mit Beleuchtungs- und Rettungsmaterial, aufgeteilt in zwei Gruppen zu Erkundung in das Waldstück vor.

Nach ca. 10 Minuten kam eine weitere Rückmeldung der Einsatzleitstelle, dass sich die Person laut eines Anrufers in der Nähe des Wasserturmes befände und sich dort bemerkbar mache.


Aufgrund der bereits eingetreten Dunkelheit und des für die Rettung schwierigen, teils unwegsamen Geländes wurde entschieden die Personensuche vor Ort zunächst abzubrechen und mit den Fahrzeugen von der anderen Seite, über die Frankfurter Straße, anzufahren.

Dort machte sich in der Nähe des Wasserturms bereits eine Person aufgeregt bemerkbar und führte die Einsatzkräfte zum Unfallort.
Mittig in dem kleinen Waldstück vor einem Abgrund lag die nach einem Fahrradsturz verletzte, aber ansprechbare Person. Schnell wurde klar, dass mindestens zwei weitere Personen in den Unfall involviert waren – diese waren den Abgrund hinunter gestürzt.



Nun galt es zügig und parallel zu arbeiten. Während ein paar Kameraden zur weiteren Personensuche vorsichtig den Abgrund hinunterkletterten, begann ein anderer Teil mit der großflächigen Ausleuchtung der Einsatzstelle und der Bereitstellung von Rettungsmaterial.

In einer ca. 10 Meter tiefer gelegenen Ebene wurden zwei weitere, schwerstverletzte Personen aufgefunden.
Bei einer der beiden Personen hatte bereits ein Herzkreislaufstillstand eingesetzt, sodass direkt mit der Reanimierung begonnen werden musste. Bei der anderen Person hatte sich der Fahrradlenker in den Brustkorb gebohrt.

Daher musste auch schweres Rettungsgerät den steilen Hang hinunter zum Unfallort gebracht werden, um den Fahrradlenker vom Rest des Fahrrads vorsichtig abzutrennen. Anders war eine Rettung der Person nicht möglich.
Nachdem beide Personen medizinisch für den Abtransport stabilisiert wurden, mussten sie nun schnellstmöglich aber schonend über den Hang gerettet werden. Mittels an Seilen befestigten Tragen und dem Einsatz vieler Hände wurden die Personen anschließend den Abhang hinaufgezogen und an den Rettungsdienst übergeben.

Erschöpft von dem anstrengenden und langen Einsatz in dieser nicht alltäglichen Lage waren die Kameraden doch sichtlich erleichtert, dass es sich in diesem Fall nur um eine Alarmübung gehandelt hatte und niemand zu Schaden gekommen ist.

Einsatzdetails

  • Datum: Freitag, 02 März 2012
  • Uhrzeit: 18:42
  • Dauer: 01:30
  • Einsatzstärke: 25
  • Einsatzart: Übung
  • Fahrzeuge: MTW, HLF, RW , LF 2

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